P3M3 – so funktioniert das Reifegradmodell für Portfoliomanagement, Programmmanagement und Projektmanagement

21.07.2010

Im Februar hat das Office of Government Commerce (OGC) das Reifegradmodell P3M3® überarbeitet. Das sogenannte Portfolio, Programme and Project Management Maturity Model kann kostenlos heruntergeladen werden und beinhaltet ein einfaches self assessment und ein CMMI-ähnliches Rahmenwerk um Reifegrade zu bestimmen, einschließlich einem gesonderten Modul für Nutzer des Projektmanagement-Standards PRINCE2 (ebenfalls vom OGC).

P3M3 verwendet das gleiche Kategorisierungsmodell wie CMMI:

  • Level 1 – awareness of process
  • Level 2 – repeatable process
  • Level 3 – defined process
  • Level 4 – managed process
  • Level 5 – optimized process

Der Vorteil ist, dass mit CMMI eine etablierte Grundlage verwendet wird und deren Schwäche hinsichtlich Projektmanagement durch ein komplettes PM-zentriertes Reifegradmodell ersetzt wird. Unglücklicherweise widmet sich CMMI nämlich Projektmanagement nur am Rande.

P3M3 kann eingesetzt werden um

  • die wichtigsten Praktiken im Bereich Portfolio-, Programm- und Projektmanagement zu verstehen,
  • zu identfizieren welche der Praktiken notwendig sind um den nächsten Reifegrad zu erreichen,
  • zu verstehen wie die Organisation ihre Fähigkeiten in den drei Bereichen verbessern kann,
  • Risiken aufgrund des aktuellen Reifegrades einer Organisation zu identifizieren und
  • seitens OGC, Benutzergruppen und akkreditierten Beratungsorganisationen zur Entwicklung von Fragebögen.

Und gerade in diesen Fragebögen liegt auch die Krux:
Den Rest des Beitrags lesen »


Teil 2 des Vergleichs der Zertifizierungen von PMI, GPM und PRINCE2 im aktuellen Projekt Magazin

18.06.2010

Im zweiten Teil ihres Artikel zum Vergleich gängiger PM-Zertifizierungen vergleicht Barbara Brecht-Hadraschek nun die Zulassungsbedingungen, den Zeitaufwand, den Prüfungsablauf und die Rezertifizierung der gängigen IPMA-Zertifizierungen im deutschsprachigen Raum, der PMI- sowie der PRINCE2-Zertifizierungen, ergänzt um die Consulting-Zertifizierungen der IPMA. Abgerundet wird der Artikel durch eine ausführliche Adressenliste. Vgl. auch den Hinweis auf den ersten Artikel zum Zertifizierungsvergleich.


PMI vs. PRINCE vs. IPMA-Zertifizierungen: Das wissenschaftlich fundierte Scoring

10.06.2010

Mir fallen auf Anhieb drei Personen ein, die bei der Lektüre dieses Postings erst in Schreckstarre verfallen und dann mit einer Argumentationslawine loslegen, die ihres gleichen sucht…mal schauen ob ich mich noch zum PM Forum traue… Nach

zum Vergleich der Zertifizierungen von PMI und GPM hat mir glücklicherweise Dr. Paul D. Giammalvo, ausserordentlicher Professor an der Lille Graduate School of Management in Paris, ein wissenschaftliches Paper zum Vergleich vieler Projektmanagement-Zertifikate geliefert. Über den Artikel zur Frage ob sich professionelle Kompetenz aus den PRINCE2-Zertifikaten ableiten lässt im Blog How to manage a Camel, kommt man auf folgende Tabelle mit Erfüllungsgraden hinsichtlich ableitbarer Kompetenz aus Zertifikaten basierend auf 16 ausgewählten Kriterien:

Grad Zertifikat
8% PRINCE2 Foundation
8% PRINCE2 Practitioner
8% CAPM
13% IPMA Level D
23% PMP
40% IPMA Level C
50% PgMP
56% IPMA Level A

Schlussfolgerung: Auch wenn man wie immer die Auswahl der verwendeten Kriterien diskutieren mag, so hat Dr. Giammalvo doch einen Weg gefunden, die Frage nach der Qualität der Prüfungen bezüglich der ableitbaren professionellen Kompetenz zu beantworten, der vielleicht wichtigsten Frage im Rahmen des Vergleichs von Zertifizierungen. Da ich nicht den professionellen Anspruch von projektMANAGEMENT aktuell in einem Blog bedienen möchte, biete ich den Diskussionswütigen unter Ihnen einige Einblicke in die Quellen:

Hinweis: Durch Umbau des Camel-Blogs und fehlende Suchfunktion ist die Studie in der Versenkung verschwunden 😦

Den Rest des Beitrags lesen »


Vergleich der Zertifizierungen von PMI, GPM und PRINCE2 im aktuellen Projekt Magazin

04.06.2010

Und wieder einmal werden die Zertifizierungen verglichen. Barbara Brecht-Hadraschek hat sich die Zertifikate von PMI, GPM und PRINCE2 vorgenommen und stellt im ersten Teil die Zertifikate vor und wird sich im zweiten Teil den Zulassungsvoraussetzungen widmen. Das meiste wurde schon gesagt, als zusammenfassende Übersicht finde ich den Artikel sehr gut.


Der Hauptautor von PRINCE2:2009 empfiehlt: PRINCE2+PMBOK

21.05.2010

Andy Murray, der leitende Autor der neuen PRINCE2-Version, empfiehlt im Rahmen der Vodcast-Serie den gleichzeitigen Einsatz von PRINCE2 und dem PMBOK® Guide. Für ihn ergänzen sich beide und während PRINCE2 die Basis der PM-Methode einer Organisation bildet, bietet der PMBOK® Guide die Plattform für die Weiterentwicklung der Projektmanager. Am Beispiel illustriert er die Ziele der beiden Standards. Die PMI-Norm sieht er dabei eher als allgemeines Werk zum Thema Kochen mit dem man seine Kochkünste verbessern kann, PRINCE ist das Kochbuch, welches man zur Hand nimmt um ein bestimmtes Essen zu kochen. In der Praxis liefert der PMBOK® Guide zum Thema Aufwandsschätzung diverse mögliche Methoden, PRINCE2 lässt die zu verwendenden Methoden offen, da deren Wahl von der Organisation abhängig ist.

Natürlich haben diese Aussagen auch immer ein wenig politischen Hintergrund. In der Praxis setzen viele Organisation Aspekte mehrerer Standards gleichzeitig ein, so wie ich bei der Einführung und Weiterentwicklung von Projektmanagement regelmäßig einen Hauptstandard zugrunde lege und aus anderen Standards bei Bedarf passende Elemente ergänze.


Scope – Projekterfolgsfaktor und nicht einmal Standards sind sich einig…

06.04.2010

Die Definition des Projektscopes ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Projekte. Wenn nicht von Anfang an unmissverständlich für alle Stakeholder klar ist, welche Produkte und Dienstleistungen erbracht werden sollen ist Ärger vorprogrammiert. Entweder fehlen am Ende Liefergegenstände, oder es wird Aufwand und Geld in Dinge gesteckt, die nicht oder nicht in dieser Form, gewünscht waren. Und selbst wenn von Anfang an klar ist was genau zu tun ist, ändert sich der Scope als moving target häufig während des Projekts da der Auftraggeber seine Wünsche besser versteht oder durch Teillieferungen des Projekts feststellt, dass sein Bedarf doch (etwas) anders ist.

All dies sind bekannte Dinge. Allerdings widerspricht die Ansicht der deutschen PM-Norm DIN 69901-5:2009 wieder einmal dem Rest der PM-Welt. Diesmal muss man der Norm allerdings zugute halten, dass ihre Sicht differenzierter ist gegenüber der Konkurrenz.

Den Rest des Beitrags lesen »


OGC reloaded: neue Versionen von MSP, ITIL und P3M3

03.03.2010

Das Office of Government Commerce (OGC) in England ist vor allem für PRINCE2 und ITIL bekannt. Einige weitere Standards wurden oder werden gerade überarbeitet wie das Blog How to manage a Camel berichtet:

  • MSP – Managing Successful Programmes
    Das Mandate for change beschreibt die Details der neuen Version, die 2010 erscheinen soll.

  • ITIL – IT Infrastructure Library
    Dies ist zwar kein PM-Standard, dafür aber umso wichtiger im Bereich IT Services etc. Die neue Version 3 ist schon seit einiger Zeit erhältlich, die Version 2 wird in diesem Jahr zurückgezogen.

  • P3M3 – Portfolio, Programme and Project Management Maturity Model
    Die neue Version ist im letzten Monat erschienen und hier erhältlich. Im Gegensatz zur Version aus 2008 kann man jetzt deutlich mehr Material sowie ein Self Assessment herunterladen.

    Und wie immer können Sie unter pm-standards die Übersicht über die gängigen PM-Standards und Zeritifzierungen abrufen und Links direkt zum Download der relevanten Dokumente.


%d Bloggern gefällt das: