Der Hauptautor von PRINCE2:2009 empfiehlt: PRINCE2+PMBOK

Andy Murray, der leitende Autor der neuen PRINCE2-Version, empfiehlt im Rahmen der Vodcast-Serie den gleichzeitigen Einsatz von PRINCE2 und dem PMBOK® Guide. Für ihn ergänzen sich beide und während PRINCE2 die Basis der PM-Methode einer Organisation bildet, bietet der PMBOK® Guide die Plattform für die Weiterentwicklung der Projektmanager. Am Beispiel illustriert er die Ziele der beiden Standards. Die PMI-Norm sieht er dabei eher als allgemeines Werk zum Thema Kochen mit dem man seine Kochkünste verbessern kann, PRINCE ist das Kochbuch, welches man zur Hand nimmt um ein bestimmtes Essen zu kochen. In der Praxis liefert der PMBOK® Guide zum Thema Aufwandsschätzung diverse mögliche Methoden, PRINCE2 lässt die zu verwendenden Methoden offen, da deren Wahl von der Organisation abhängig ist.

Natürlich haben diese Aussagen auch immer ein wenig politischen Hintergrund. In der Praxis setzen viele Organisation Aspekte mehrerer Standards gleichzeitig ein, so wie ich bei der Einführung und Weiterentwicklung von Projektmanagement regelmäßig einen Hauptstandard zugrunde lege und aus anderen Standards bei Bedarf passende Elemente ergänze.

2 Antworten zu Der Hauptautor von PRINCE2:2009 empfiehlt: PRINCE2+PMBOK

  1. […] This post was mentioned on Twitter by DrNooo, Andreas Heilwagen. Andreas Heilwagen said: Der Hauptautor von PRINCE2:2009 empfiehlt: PRINCE2+PMBOK: http://wp.me/ph8DD-1ts #pmot #pmde […]

  2. […] Andreas Heilwagen hat einen Video-Podcast von Andy Murray, dem leitenden Autor der aktuellen Prince2-Version ausgegraben, indem dieser erklärt, wie sich Prince2 und PMBOK ergänzen. Ich bin kein Freund davon, die verschiedenen PM-Standards als konkurrierende Ideologien zu sehen (auch wenn sich die Herausgeber mitunter so verhalten). Es ist sicher aber auch falsch, alles zu einem Super-Mega-Ultra-Standard zu mergen. Dann haben wir zwar ein perfektes Regelwerk mit dem wir uns beschäftigen können, aber den Sinn und Zweck unserer Projekte längst vergessen. Vielmehr ist ein situatives Cherry-Picking – also je nach Anforderung das Geeignetste aus den unterschiedlichsten Ansätzen – pragmatisch angewandt, die richtige Vorgehensweise. In Projekten ist nicht der Weg (also das Projektmanagement) das Ziel, sondern die Problemlösung, auch wenn dies mitunter vergessen wird. […]

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