Exit Matters – Auf dem Weg in die Projektgesellschaft – so bin ich nun auch unter die Buchautoren gegangen…

21.12.2010

Exit Matters ist ein Sammelband mit Beiträgen aus verschiedenen Disziplinen über die Dynamik projektbasierter Veränderungen in privaten und öffentlichen Bereichen, in wirtschaftlichen und beruflichen Konstellationen auf dem Weg in die Zukunft, vielleicht auch in eine Projektgesellschaft. Dabei spielen Exit-Verständnis und Exit-Politiken als Grundbausteine für das Funktionieren von Projekten eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Dieter Pumpe (Beuth Hochschule für Technik Berlin) habe ich die Vorteile leistungsbasierter Verfahren herausgearbeitet und gleichzeitig die Grenzen eines nur mechanistischen Projektmanagements im Kapitel Standardisierung im Projektmanagement – Teil der Lösung und Teil des Problems aufgezeigt.

Bei Inhalt wie bei der Herstellung des Buchs hat man auf Qualität gesetzt und so erfüllt es mich mit Stolz an diesem Projekt mitgearbeitet zu haben.

Rezensionsexemplare kann man direkt bei Peter Lang International Academic Publishers anfordern. Ein eBook oder eine Leseprobe wird möglicherweise in Zukunft bereitgestellt werden.

Und damit nach längerem Ausfall wg. Krankheit wieder zum Bloggen ,-)


Kurze Wasserstandsmeldung: Scrum und CMMI passen nur übers Knie gebrochen zueinander

14.12.2010

Es gibt ja schon einige Materialien, die behaupten zu beschreiben, wie Scrum und CMMI zusammenpassen. Genauergesagt fräse ich mich gerade durch das brandneue CMMI-DEV 1.3 und stelle fest, dass es die gleiche traditionelle Denke wie vorher ist. Die in der Einleitung groß angekündigten Hinweise zu agilem Vorgehen beschränken sich auf homöopathische Dosen. Am Ende des Tages passen iterative und Wasserfallprojekte hervorragend ins Bild von CMMI-DEV, agile Projekte nur mit einer größeren Transferleistung. Und ehrlichgesagt ist diese Transferleistung in vielen Fällen nicht angemessen, da das Resultat in keinem akzeptablen Zusammenhang mit dem Ergebnis führt.

Wofür sich CMMI-DEV sehr gut in solchen Kontexten eignet ist als Landkarte, über die man sicherstellt, dass man keine wichtigen Themen übersehen hat. Alle anderen Versprechungen sind aus meiner Sicht heiße Luft und zumindest ich habe noch kein auf Scrum passendes Reifegradmodell gefunden. Vielleicht wäre es Zeit eines zu entwickeln, da Scrum ohne über Scrum hinaus erfahrene Unterstützung bei der Einführung den Kinderschuhen noch nicht entwachsen ist.


Die Scrum Alliance versucht erste Reformationsschritte mit ihrem Strategic Plan 2011

02.12.2010

Vor ein paar Minuten ist der Strategic Plan 2011 der Scrum Alliance online gegangen. Die Alliance hat inzwischen ca. 100.000 Mitgelieder, Mitglied kann man derzeit aber nur durch die Teilnahme an einem Scrum-Training werden 😦

In Zukunft soll alles besser werden:

  • Endlich darf man Mitglied werden ohne ein Training der Alliance gebucht zu haben, dies soll um $50 pro Jahr kosten.
  • Es soll eine neue Zertifizierungen zum Certified Scrum Product Owner (CSPO) geben und der Certified Scrum Professional (CSP) wird in zwei Stufen geteilt.
  • Es soll ein ScrumBoK (Scrum Body of Knowledge) geben, mal schauen was da rauskommt.
  • Der Auswahlprozess für die CSTs (Trainer) soll verändert werden.
  • Es wird zwei Gatherings geben (Seattle 16.-18.05., London 10/2011) und 4-6 Partnerevents (Portugal 02/2011, Salt Lake City 07.-13.08., Japan, Indien).
  • Man will mit dem PMI®, Microsoft etc. ins Gespräch kommen und die Reichweite erhöhen, auch über die Welt der Softwareindustrie hinaus.

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Die Marke gehört dem Kunden – Oracle, Sun und die Kontrollfreaks!

02.12.2010

Gestern prasselten von allen Seiten die Meldungen über einen weiteren Bruch zwischen Oracle und Open Source-Projekten herein, in diesem Fall bezüglich das Hudson-Projekts (Continuous Integration). Seit der Übernahme meines alten Arbeitgebers Sun Microsystems hat Oracle seinen üblichen Wenn Dir meine Regierung und Politik nicht gefällt, verschwinde-Kurs gefahren und viele der Schlüsselpersonen von Sun und diverse Projekte wie OpenOffice verloren. Zuletzt in meiner Rezension eines Buches von Förster & Kreuz bin ich auf ein in dieser Situation wesentliches Muster gestoßen: Kunden sind Partner auf Augenhöhe, dieses de-facto-Gesetz des Internets bezwingt jede Firma.

Dieses muss man nun eigentlich erweitern und sagen, Open Source-Entwickler bzw. die Mitglieder des Netzwerks um eine Organisation herum sind häufig Partner auf Augenhöhe. Wikileaks ist ein gutes Beispiel dafür, dass Transparenz ganz schnell die öffentliche Meinung drehen kann und dann auch kein intensives Rudern der Betroffenen hilft.

Im Falle von Oracle hat man nicht verstanden oder bewusst in Kauf genommen, eine Menge Assets zu verlieren.
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Boris Gloger versucht sich doch an eigenen Scrum-Zertifizierungen

01.12.2010

Gestern habe ich aufgrund der nebulösen Ankündigung von Boris Gloger darüber gerätselt, was er nun tun würde. Nun sind es doch eigene Zertifizierungen geworden mit der daraus folgenden Fragmentierung des Marktes und inkompatiblen Zertifizierungen. Einen sehr guten Schachzug finde ich das Angebot, dass Teilnehmer der Kurse sich auf scrum.org zertifizieren lassen können und die Kosten von Boris Gloger erstattet werden. Dieses offene Modell von scrum.org ist hier eine Chance, die der Scrum Alliance entgeht.

Von den neuen Angeboten erscheint mir der Scrum ChangeManager das größte Potential zu haben da Scrum nicht nur Entwicklungsteams verändert, sondern in letzter Konsequenz den Großteil eines Unternehmens.
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Scrum Alliance, scrum.org – oder doch etwas ganz Neues?

30.11.2010

Boris Gloger hat gestern die bekannte Kritik an den beiden Scrum-Organisationen Scrum Alliance und scrum.org treffend zusammengefasst. Aus seiner Sicht sind beide Interessensvertretungen der Trainer, US-zentrisch und geistige Kinder von Ken Schwaber. Zumindest für mich als Berater (und nicht hauptsächlich Trainer) ist scrum.org die bessere Alternative, da die Zertifizierungen dort zumindest sicherstellen, dass man den Scrum Guide und die Auffassung von Ken Schwaber verstanden hat. Bei der Scrum Alliance werden die Zertifikate ziemlich beliebig vergeben und sind somit für das Thema Marketing und Karriere relativ uninteressant, egal ob im Beratungsbereich oder in Festanstellungen.

Spannend ist seine Argumenten zur Weiterentwicklung von Scrum. Aus seiner Sicht sind Task-Board, Retrospektive und Burndown-Chart auf Story Point-Basis außerhalb des Dunstkreises der beiden Scrum-Organisationen entwickelt worden. Ken selbst bezeichnet das Burndown Chart als Scrum lore, d.h. dem was um Scrum herum entstanden ist.

Letztlich wird hier aber ein ganz anderes Problem offensichtlich.
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PM Summit – Scrum und Standards – Peter Diefenbach

15.11.2010


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