MobileMe-Backend nun auch für Teams nutzbar

Als ich mit MobileMe als Cloud-Service von Apple zur Verwaltung von Mail, Kalendern, Kontakten etc. begonnen hatte, konnte man Kalender nur alleine nutzen oder der gesamten Welt zur Verfügung stellen. Wenn man das kostenpflichtigte Abo, zu dem es natürlich auch jede Menge kostenloser oder preisgünstigerer Alternativen gibt, abgeschlossen hat findet man im Internet eine Nutzeroberfläche ähnlich dem iPad. Darüber hinaus kann man die Einstellungen seiner Macs untereinander abgleichen, sein iPhone/iPad per GPS wiederfinden oder von Ferne auf seinen Mac zugreifen. Das war alles bisher ganz nett und hat mir ermöglicht die Daten zwischen meinem Rechner, dem iPhone und dem iPad synchron zu halten, eine Internetverbindung vorausgesetzt. Wer hat schon Lust manuell zu synchronisieren wenn es auch automagisch geht…

Mit der neuen Version von MobileMe kann man nun seine Kalender „upgraden“ und diese dann einer Gruppe von Personen freigeben, die ebenfalls bei MobileMe sind. Vorher brauchte man dafür noch einen Kalender z.B. beim Datenkraken Google und die Synchronisation lief regelmäßig in Fehlersituationen.


Somit konnte ich Google jetzt vor die Tür setzen und muss ein Auge weniger auf die Datensicherheit werfen. Falls Sie mit MobileMe arbeiten wäre jetzt eine gute Zeit alte Workaround zu eliminieren, z.B. den Familienkalender endlich so wie man es schon immer wollte zu realisieren. Falls Sie MobileMe professionell einsetzen, ist das Leben gerade ein Stück leichter geworden. Da die bisher fehlenden Features aber einen professionellen Einsatz eher ausschlossen, könnte man jetzt auch über einen Wechsel nachdenken, je nachdem welche Anforderungen man hat.

9 Antworten zu MobileMe-Backend nun auch für Teams nutzbar

  1. […] This post was mentioned on Twitter by MrProject, Andreas Heilwagen. Andreas Heilwagen said: MobileMe-Backend nun auch für Teams nutzbar: http://wp.me/ph8DD-25g #pmot #pmde […]

  2. laderio sagt:

    Also haben Sie der „Datenkrake“ Google den Rücken gekehrt nur um sich in die Gefangenschaft von Apple zu begeben und haben dort auf einmal keine Sorgen mehr bezüglich Datensicherheit?

    • Fast richtig, lieber einem Datenkraken auf die Finger schauen als zweien. Der eigene Betrieb der notwendigen Infrastruktur bietet sich nicht für mich an. Aufgrund der Architektur wäre ein MacOS X-Server fällig und selbiger wäre dermaßen undankbar zu konfigurieren, dass ich mir den Stress lieber spare. Alle wirklich spannenden Daten liegen auf meinen komplett verschlüsselten Rechnern bzw. Filern und ich arbeite so, dass ein Komplettabzug meiner Daten bei MobileMe keine ernsthaften Probleme für mich oder meine Kunden verursachen würde. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Apple Abhörschnittstellen hat und somit die Daten nicht sicher sind, aber das gilt für jedes Bit im Internet über dessen Sende- und Empfangspunkt man nicht selber herrscht. Aufgrund des Geschäftsmodells von Google sehe ich meine Daten bei Apple eher sicher untergebracht, aber wer weiss schon was sich wirklich abspielt. Ich warte noch auf eine durchdachte Serversuite, mit der man sich mit wenigen Klicks den Server selbst hinstellt und Themen wie Kalender und Kontakte wieder aus dem Netz ziehen kann bzw. entsprechende Verträge von Cloud-Anbietern, die Sicherheit und Datenschutz kompromisslos gewährleisten.

      • laderio sagt:

        Gibt es nicht genau solche Verträge. Z.B. bei Google Apps:
        http://www.google.com/a/help/intl/de/users/privacy.html

      • Bekannt, aber genauso bekannt ist das Google weit über den notwendigen Bedarf hinaus Daten speichert und so manche Vorfälle in der Vergangenheit machen mir da keinen Mut. Gröbste Fahrlässigkeit war aus meiner Sicht in letzter Zeit das Abgreifen von WLAN-Daten im Kontext von Google Maps…

      • laderio sagt:

        Wer einen unverschlüsselten WLAN-Access-Point betreibt hat ganz andere Sorgen, zum Beispiel die Haftungsfrage bei Straftaten über eben diesen.
        Zudem wurden zwar kleinste Ausschnitte aufgezeichnet, genutzt wurden diese Daten allerdings nicht. Vielmehr war es ein verstecktes Feature des Software-Moduls, welches genutzt wurde.
        Und mitschneiden tun auch alle anderen solche Pakete, wenn solche Karten für A-GPS aufgebaut werden. Denn man kann nicht im Vorfeld die Pakete eingrenzen die die benötigten Daten beinhalten, dies kann erst nach Empfang und Analyse passieren.

        Google war übrigens alleine, als die amerikanische Regierung ohne Rechtsgrundlage Daten bei AOL, MSN, Yahoo und Google erheben wollte und Google dies ablehnte.

        Und diese Datensammlung zum Anlaß zu nehmen um zu Apple zu gehen, da sind Ihnen wohl einige Datensammlungen von Apple entgangen:
        Aufenthaltsorte und WLAN-Daten von iPhone und MACs ohne Kenntnis der User UND Weitergabe an Dritte.

        Also ich bleib lieber bei Google mit der Möglichkeit jederzeit zu wechseln, dank Export-Möglichkeiten in fast jedem Produkt. Apple ist was den Datenschutz angeht leider meilenweit hinterher und ich habe noch den Nachteil, dass ich meine Daten dort in Gefangenschaft gebe…

      • Wohl wahr, alles nicht so einfach ,-) Am Ende kommt’s immer noch ziemlich aufs Gleiche hinaus aus meiner Sicht, die Daten sind im Netz und damit für heutige Verhältnisse immer noch zu sehr der eigenen Kontrolle entzogen mit zu wenig „Sicherheit“.

  3. My brother is a huge fan of mobile me. I am not convinces because excahnge gives you a wider range of compatibilty with PC platforms

    • You are perfectly right, MobileMe is not the typical backend for Windows machines. But it is tightly integrated with the Mac platform which makes it a convenient choice for me.

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