Co-Location – 40% Aufwand sparen

Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen man sich den Mund zu Extreme Programming fusselig reden konnte und Praktiken wie Pair Programming und Co-Location einfach noch nicht auf fruchtbaren Boden fielen. Zu der Zeit dachten Firmen auch noch, dass Internet irrelevant ist und man kämpfte noch darum verständlich zu machen was eine Domain ist. Inzwischen hat sich zumindest bei Domains das Bild gewandelt da sich das Wissen über Internettechnologien verbreitet hat.

Co-Location ist trotzdem immer noch ein Punkt, von dem sich Manager nur schwer überzeugen lassen. Ken Schwaber brachte letzte Woche in seinem Training nochmal den Hinweis, dass erfahrungsgemäß 40% des Aufwands in der Softwareentwicklung durch Co-Location eingespart werden kann. Im aktuellen Projekt haben wir im Rahmen einer Tooleinführung dann einen Berater direkt an Tisch mit den Kollegen gesetzt, die die Anforderungsaufnahme durchgeführt und die Prozesse definiert haben.

Einhellige Meinung: Ohne diese Maßnahme hätten wir das Ziel nicht erreicht und die Tooleinführung verschieben müssen. Gerade in solchen grenzwertigen Situationen sammelt man viele Erfahrungen und aus Sicht des Teams waren die kurzen Kommunikationswege Gold wert. Analog funktioniert es auch mit Softwareentwicklungsteams, die glücklicherweise meist sowieso zusammen sitzen.


Darüber hinaus macht es häufig Sinn Projektmitarbeiter aus anderen Abteilungen ebenfalls mit den restlichen Teammitgliedern an einem Ort zusammenzubringen um dort durchgehend gemeinsam zu arbeiten. Voraussetzung dafür sind natürlich eine entsprechende Infrastruktur incl. Laptops etc.

Foto © iStockphoto.

3 Antworten zu Co-Location – 40% Aufwand sparen

  1. […] in agilen Projekten beschäftigt so findet man dort mitunter auch das Schlagwort der Co-Location. Andreas Heilwagen zitiert hierbei den Scrum-Verteranen Ken Schwaber, nachdem durch Co-Location 40% […]

  2. […] https://pjmb.wordpress.com/2010/11/04/co-location-40-aufwand-sparen/ Der Wert für Teams, die über verschiedene Zeitzonen verteilt sind, ist aufgrund der geringen Stichprobengröße vorsichtig zu bewerten. Im Zusammenhang mit dem Wert für “verschiedene Städte” scheint er jedoch plausibel. [↩] […]

  3. Hallo Andreas, zwei Seelen ähnliche Gedanken, ich habe bei mir auf Deinen Beitrag mit hingewiesen, viele Grüße Eberhard

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