Business iPad #14 – Ernüchterung bei UMTS und Telefonaten, Durchbruch bei Videos

Nachdem ich vor knapp zwei Wochen vorgestellt habe, wie man weltweit unter der eigenen Festnetzrufnummer erreichbar sein kann, relativiere ich heute einmal den technischen Schnickschnack. Nach intensiven Tests im Ausland hat sich auf der einen Seite herausgestellt, dass das iPad/iPhone-Betriebssystem iOS nicht sonderlich gut mit VPNs umgeht und dass die FRITZ!App in der Laborversion weitgehend unbrauchbar ist, auch wenn man es ihr nicht sofort ansehen konnte.

Sobald man mit einem iOS-Gerät die Netzanbindung verliert oder diese sich ändert, ist auch das VPN weg. Da dies so gut wie ständig der Fall ist, kann man den VPN-Teil also bis auf synchrone Arbeiten vergessen…und ich dachte schon Multitasking würde langsam Spaß bringen im Netz. Ähnlich bekommt man bei Festlegung eines Mobilfunkanbieters auch ständig eine sinnlose Warnmeldung über den Verlust der Verbindung, wenn man eine kurze Unterbrechung hat. An dieser Stelle nerven iPad und iPhone bei Präsentationen inzwischen ungemein, da ständig die Warnungen im Weg stehen.
Die FRITZ!App vergisst leider auch ständig ihre Konfiguration, vielleicht passiert dies bei jedem Netzwechsel.


Die UMTS-Anbindung des iPads an sich ist ganz angenehm, allerdings ist man meist nach 10 Minuten am Ende, da man auf echte Daten zugreifen muss und nicht nur auf Internetseiten. Damit müsste man sich in die Cloud wagen (z.B. MobileMe), alle anderen Anbindungen sind nicht ernst zu nehmen da die Apps keine vernünftige Datenhaltung oder Datenaustausch unterstützen. Umgekehrt bin ich nicht bereit meine Daten ungesichert einem Cloud-Anbieter mit unklaren Sicherheitsmaßnahmen in den Rachen zu werfen. D.h. als Surfmaschine für unterwegs taugt das iPad, als Arbeitsgerät nicht mehr als bereits ohne 3G.

Richtig gut gefällt mir allerdings VLC für iPad. Dieser Videoplayer spielt so gut wie alles ab, nicht nur ausgewählte Formate, die von Apple gewünscht sind. Jetzt müsste nur mal jemand eine vernünftige MS Office-kompatible Anwendung aufs iPad bringen und es würde wirklich Sinn machen darauf zu arbeiten. Bis dahin ist es eine Spaß- und Präsentationsmaschine.

Dem Testen der iPad-Anwendung aus der Projektmanagement-Ecke habe ich inzwischen viel Zeit gewidmet und werde mein Versprechen eines Reviews natürlich noch einlösen ,-)

Bisherige Beiträge zum iPad:

  1. Warum 3G und wie man kostenlos damit telefoniert
  2. Hardware – die Abrechnung
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  4. Aufgaben managen
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  11. Kein Projektmanagement auf dem iPad…bisher…
  12. Und es beamt doch – 3x erfolgreich präsentieren mit dem iPad
  13. Business iPad #12 – optimal präsentieren mit dem iPad und iPhone

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