Das Social Employee Manifest – Erfolgsfaktoren für zukünftige Arbeitsmodelle

Michael Fauscette, Leiter der Software Business Solutions Group bei IDC, hat im Mai ein Posting über seine Vorstellungen für ein Social Employee Manifest gepostet. Zwar gibt es noch kein Manifest, aber der Trend ist gut herausgearbeitet. Vor dem Hintergrund, dass mir vor ein paar Tagen wieder einmal ein So macht man das aber normalerweise nicht aus einem HR-Bereich entgegenhallte und ich eigentlich innerlich nur grinsen konnte über die rückwärtsgewandte „Argumentation“, möchte ich nun kräftig in die Kerbe zukünftiger Arbeitsmodelle schlagen.

Schauen wir uns die Liste von Michael Fauscette genauer an. Was macht die stärksten Unterschiede gegenüber heutigen Arbeitsmodellen aus?

  • Coaching statt Bossing
    Der Grad der Selbständigkeit von Mitarbeitern nimmt aus meiner Sicht kontinuierlich zu, dementsprechend ist auch der rein direktive Führungsstil auf dem Rückzug. Oder wollen Sie noch einen „Boss“ heutzutage?

  • Management by Exception
    Er nennt es anders, aber im Wesentlichen geht es um saubere Delegation mit Entscheidungskompetenz innerhalb definierter Leitplanken statt Mikromanagement.

  • Cobranding
    Der Punkt ist wirklich sinnvoll. Heute arbeitet man nicht mehr bis zur Rente für das gleiche Unternehmen, entsprechend braucht man eine persönliche Marke um die notwendige Kontinuität und den Erfolg hinsichtlich der Karriere sicherzustellen. Die Kombination aus persönlicher und Unternehmensmarke wird mehr Vorteile bringen als die Unterdrückung persönlicher Marken.

  • Freiheit in der Wahl der Arbeitsmittel
    Wollen Sie wirklich noch Windows und diese gängigen Dell-Laptops? Ich für meinen Teil habe damit abgeschlossen und bin aufgrund meines IT-Backgrounds dankbar, wenn ich meine Werkzeuge selbst manage und in Ruhe gelassen werde. In Zukunft sollte es mindestens eine supportete Plattform für Mitarbeiter geben und die Benutzer ansonsten mehr Wahlfreiheit haben, um auch „glücklich“ arbeiten zu können.

  • Durchgängiger Zugriff auf das Social Web
    Die Vernetzung von Experten macht einen wichtigen Teil ihres Wertes aus, dementsprechend sollten sie auch permanent dieses Netzwerk nutzen können. Natürlich sollte es Limits geben, aber altbackene Internet-Zugriffsrestriktionen gehören auf den Prüfstand.

  • Flexible Arbeitsplätze und -zeit
    Ob man nun von zu Hause aus arbeitet oder auch wann, sollte der Social Employee selbst entscheiden können anhand der Notwendigkeiten.

  • Offene und transparente Führungskräfte
    Alles andere führt zu Firmenkulturen geringen Reifegrads

Im Gegenzu bringen die Social Employees die Fähigkeit mit, kleine Probleme schnell zu lösen bevor sie groß werden, viel Kreativität, Verantwortung und Engagement. Auf diesem Wege wird das Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Unternehmen smart.

Für HR-Abteilungen wird solche Szenarien eine große Herausforderung werden, da sie mehr und mehr als Dienstleister zu agieren haben. Ich hoffe, dass das Ursprungsposting weiterentwickelt wird.

2 Antworten zu Das Social Employee Manifest – Erfolgsfaktoren für zukünftige Arbeitsmodelle

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Marcus Raitner, Andreas Heilwagen. Andreas Heilwagen said: Das Social Employee Manifest – Erfolgsfaktoren für zukünftige Arbeitsmodell: http://wp.me/ph8DD-1HX #pmot #pmde […]

  2. Vielen Dank für diesen Beitrag. Es zeigt mir, dass ich mit meinem Gefühl wie Management auszusehen hat nicht alleine bin, sondern diese Veränderungen eine notwendige Folge der veränderten Arbeitsweise (hin zur Wissensarbeit) sind.

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