Surfen mit Oma – die Telekom eEtiquette im Web 2.0

Wie Golem gerade berichtet, hat die Telekom eEtiquette ins Netz gestellt. Das Projekt wurde vom Creation Center der Telekom Labs mit Unterstützung der TU Berlin (Bereich Interaction Design), 40 internationalen Nutzern, Studenten und der Deutschen Knigge Gesellschaft entwickelt. Das Ganze ist natürlich ein gefundenes Fressen für Blogger. Schauen wir uns mein persönliches Highlight an:

Der Inhalt ist richtig, die Präsentation wirft allerdings die Frage auf, an wen sich die Kommunikation letztlich richtet. Inhaltlich lässt der anhaltermäßige Gehirnerweiterungsdownload:

„Digitale Manieren unterscheiden sich von Universum zu Universum. Lade Dir immer die aktuellsten Umgangsformen runter, bevor Du ins Ausland reist“

vermuten, dass eine junge Zielgruppe angesprochen werden soll. Das Design passt zu Omas Häkelstunde und die Aufmachung und Usability der Seite zu blutigen Anfängern im Web…und dabei hat die TU Berlin hinsichtlich Interaction Design mitgewirkt!?

Um jetzt den Bogen zum Projektmanagement zu schlagen: Denken Sie immer daran wer Ihre Zielgruppe ist (die Telekom sagt nichts dazu) und holen Sie die Kommunikationspartner ab.

Ich fühle mich von der Telekom veräppelt und habe auch nicht das Gefühl, dass da Autoritäten hinsichtlich des Themas am Werke waren, auch wenn die Knigge Gesellschaft natürlich ein interessanter Partner ist.

Kann jemand eine vernünftige Seite zum Thema empfehlen? In meiner Anfangszeit gab es wenigstens noch die Usenet Death Penalty, heute kann ja jeder Blindgänger meist ungestraft spammen wie er will…

P.S: Sagen Sie lieber nichts, wenn Sie schon das Buch bestellt haben sollten *g*…ich will es wirklich nicht wissen.

One Response to Surfen mit Oma – die Telekom eEtiquette im Web 2.0

  1. […] This post was mentioned on Twitter by Gutenbyte, Andreas Heilwagen. Andreas Heilwagen said: Surfen mit Oma – die Telekom eEtiquette im Web 2.0: http://wp.me/ph8DD-1Gb #pmot #pmde […]

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