Business iPad #2: Was kann man auf Reisen offline erledigen?

Nachdem ich nun seit Samstag mit einem iPad unterwegs bin und herausfinde, wie sinnvoll oder -los der Einsatz im Beruf nun wirklich ist, heute die Auswertung meines Flugs in die Schweiz gestern.

  1. Internet
    Wie auch beim iPhone verliert das iPad den größten Teil seiner Funktionalität ohne Netzanbindung, da die meisten Apps davon abhängen. Die 3G-Variante lohnt sich für mich nicht da ich bereits über Tethering den Traffic bei der Telekom doppelt bezahlt, für das iPad würde ich ihn dreifach bezahlen da mein normales Kontingent ausreicht. Da schlägt dann spätestens die Verweigerungshaltung zu.

  2. Mail
    Mails kann man hervorragend bearbeiten, besonders wenn man im Querformat mit beiden Händen auf der Bildschirmtastatur tippen kann. Die Synchronisation funktioniert Apple-typisch zwar akkusparend, aber nicht zufriedenstellend. D.h. das iPad vergisst ebenfalls zeitweise, dass es synchronisieren soll und lässt IMAP-Ordner neben der Inbox regelmäßig links liegen. Jeweils manuell die Ordner zu aktualisieren macht keine Freude, hier muss Abhilfe gefunden werden.
    Ergebnis positiv: Einen Haufen Mails konnte ich abarbeiten.

  3. Office
    Wenn man auf dem Mac mit iWork (Pages, Numbers, Keynote) arbeitet mag die User Experience gut sein, allerdings beherrscht Pages noch nicht einmal den Import einfacher Wordtabellen. Die mitgelieferten Viewer des iPads sind gut, die Anschaffung der drei iWork Apps dafür umsonst. Bestenfalls kann man damit neue Dokumente erstellen, die dann über das iPad oder iWork genutzt werden.

    Gerade kam die Nachricht herein, dass Documents to go Premium verfügbar ist in einer iPad-Version. Damit konnte ich tatsächlich Word- und Excel-Dateien editieren ohne Probleme, allerdings liefert der Hersteller bereits seit langer Zeit mobile Office-Applikationen. Bei Matrixformeln in Excel ist dann allerdings Schluss, die schafft die Software nicht mehr.

  4. Bloggen
    Die WordPress-App ist auf das iPad angepasst, beherrscht allerdings kein copy & paste. Auf die Grafiken etc. von wordpress.com kann man nicht zugreifend, lokale Thumbnails werden nicht gespeichert. D.h. für die Reise durchgefallen.

  5. eBooks
    Bücher lassen sich hervorragend auf dem Display lesen, gleiches gilt für das Lesen jeglicher anderer Dokumente.

  6. Multimedia
    Die iPod-Applikation ist hervorragend, die Videoapplikation ist technisch in Ordnung, allerdings hinsichtlich Usability nicht ausgereift. Für den Wechsel zwischen Videos muss man viele unnötige „Klicks“ einsetzen und fühlt sich an Windows erinnert.

Fazit für die Reise ohne Internet: Ergebnis durchwachsen, auf jeden Fall passt das iPad besser auf den Schoß als ein großer Laptop, der sich meist nicht einmal richtig aufklappen lässt. Wenn sich Documents to go bewährt, könnte man das iPad langsam beginnen ernst zu nehmen.

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