Earned Value Management – Bevor Sie damit anfangen sollten Sie wissen, dass die EVM…

  • von einem linearen Projektfortschritt ausgeht und auf die Nase fällt sobald sich die Projektdauer ändert oder eben der Fortschritt nicht linear ist.
  • nur das Magische Dreieck (Scope, Kosten, Zeit) berücksichtigt und nicht Qualität, Kundenzufriedenheit oder business value.
  • nur Hinweise und keine echten Prognosen liefert.
  • ohne Schulungen und Pragmatismus schnell zu bürokratischem Overkill ohne Mehrwert führt.
  • nicht den kritischen Pfad berücksichtigt.
  • eine vollständige detaillierte Projekteplanung mit einer geeigneten Menge Arbeitspakete mit messbarem Output benötigt.
  • Arbeit und Material nicht getrennt betrachtet.
  • korrekt gemeldete Projektfortschritte voraussetzt.
  • ggf. die Zustimmung des Betriebsrat erfordert da es sich um Mitarbeiterüberwachung handelt könnte *facepalm*.
  • Probleme hinsichtlich Inputdaten bekommt da Dienstleister sich ungern in die Karten schauen lassen.

Soweit die Kernpunkte aus der Diskussion im Forum des Projekt Magazins.

Eine Antwort zu Earned Value Management – Bevor Sie damit anfangen sollten Sie wissen, dass die EVM…

  1. Kurt Jelinek sagt:

    Ob EVM die richtige Methode ist? Ich habe mittlerweile sehr viele Methoden und neue bzw. auch aufgewärmte „Worthülsen“ kennen gelernt.
    A) kann ich nach 30 Jahren Projektgeschäft noch immer nicht sagen welche Methode 100% für welches Projekt passt
    B) Im IT Geschäft killed der Projekt-Overkill meistens das Projekt (man kommt mit den Dokumentieren nicht nach)
    C) Kennzahlen ohne Kontext geben keinen erfolgversprechenden messbaren Wert ab
    D) Glaube ich, Projekte scheitern an den Ausführenden und nicht an der verwendeten Methode

    Kennen Sie das EVA Prinzip? Eingang, Verarbeitung Ausgang. Man könnte PM Arbeit auf diese Formel reduzieren. Eingang = Ziele, Verarbeitung = Auftrag ausführen, Ausgang = Lieferung (in der vorgegebenen Zeit, Budget und vereinbarten Qualität) und dem Ganzen lege ich TQM Zugrunde. Was möchte ich damit ausdrücken? Die Verantwortung für Projekte liegt beim Sponsor, beim PM und dem Team. Aufgabe des PM ist es, je nach Situation, die Prozesse anzupassen, Dokumentation im notwendigen Rahmen zu produzieren, flexibel auf Veränderungen reagieren usw. Sollte ein PM nur anhand von Papiervorgaben bzw. einer Methode arbeiten können dann sollte er sich eine andere Aufgabe suchen.
    Dazu ein Beispiel: Stellen Sie sich vor sie fahren mit dem Auto von A nach B. Wenden wir nun das EVA Prinzip an. E=einsteigen, V = starten, fahren, A = am Zielort ankommen. V ist in der Hauptverantwortung des Lenkers, sprich den PM. Stellen Sie sich vor, der Lenker fährt genau die Geschwindigkeit welche auf den Verkehrstafeln steht ungeachtet der Verkehrssituation, den anderen Verkehrsteilnehmer und der Umweltgegebenheiten. Das führt zum Crash. Genauso werden viele Projekte gemanagt ungeachtet welche Methode zum Einsatz kommt.

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