Interessierte Parteien bzw. Stakeholder aus Sicht der GPM (PM3)

Anlässlich der Ausarbeitung eines Texts zu Stakeholdermanagement mit Google Wave komme ich jetzt endlich dazu mich näher mit dem vierbändigen Werk PM3 der GPM zu beschäftigen. Ziel dieses und der nächsten Postings ist die zusammengefasste Bereitstellung von Wissen rund um Stakeholdermanagement für die o.g. Initiative basierend auf einschlägiger Literatur und relevanten Artikeln.

Die ICB/NCB stellt fest, dass Projektmanagementerfolg in hohem Maße auf gutem Stakeholdermanagement basiert. Das Project Excellence Modell der GPM (2007) bewertet die Qualität des Stakeholdermanagements aufgrund der Gesichtspunkte

  1. Zielorientierung,
  2. Führung,
  3. Mitarbeiter,
  4. Ressourcen,
  5. Prozesse,
  6. Kundenzufriedenheit,
  7. Mitarbeiterzufriedenheit,
  8. Zufriedenheit sonstiger Interessensgruppen und
  9. Zielerreichung.

Für die Identifikation von Stakeholdern innerhalb und außerhalb des Projekts wird in PM3 folgende Klassifikation empfohlen:

Intern Extern
Sachlich Betriebsvereinbarung
PM-Handbuch
Richtlinien
Umsatzentwicklung
Gesetze
Normen und Standards
RFCs
Marktentwicklung
Sozial Betriebsrat
Beauftragter
Vorstand, AL
Mitarbeiter (außerhalb des Projekts
Auftraggeber
Mitarbeiter der AG-Organisation
Lieferanten
Kunden

Im zeitlichen Ablauf des Projekts unterscheidet PM3 vier Stufen:

  1. Identifikation
  2. Information & Analyse
  3. Aktionsplanung
  4. Monitoring

Hierbei kann von der Stufe auf die vorhergehende zurückgesprungen werden, so dass ausgelöst durch das Monitoring letztlich auch wieder neue Stakeholder identifiziert werden können.
Einige wichtige Gedanken zu den vier Phasen aus PM3:

  • Ggf. macht es Sinn eine Stakeholder-Datenbank anzulegen da viele Stakeholder aus vorangegangen Projekten eine wichtige Rolle in neuen Projekten spielen werden.
  • Klassifizierung in primäre Stakeholder, die direkt auf das Projekt einwirken können und sekundäre Stakeholder, die indirekt einwirken können
  • Projektmarketing ist Bestandteil des Stakeholdermanagements
  • „Wirkliche Motivation entsteht innerhalb des Individuums, sie ist intrinsisch. Der Projektmanager kann nur Rahmenbedingungen zur Eigenmotivation beeinflussen. Es gilt deshalb, die eigenen Ziele so zu vermitteln, dass diese von den interessierten Parteien möglichst als die ihrigen übernommen werden.“
  • Im Rahmen des Monitorings müssen Veränderungen von Macht- und Interessenslagen der Stakeholder im Verlauf des Projekts betrachtet werden.

Neben den bisher genannten Punkten werden einige Tools und Methoden in PM3 vorgestellt, die ich allerdings erst aufgrund der detaillierteren Artikel im Projekt Magazin-Spezial von Mitte 2009 demnächst aufgreifen werde.

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