Demokratie im PMI oder fehlgeschlagenes Stakeholdermanagement?

Der Spruch „Ein Prophet ist im eigenen Land nichts wert“ gilt auch für den weltgrößten PM-Fachverband PMI®. Aufgrund diverser Anlässe habe ich in der Vergangenheit der Virtual Communities of Practice gestöbert. Derzeit überführt das PMI die SIGs (Special Interest Groups) in Virtual Communities of Practice. Spannend ist wiederum, dass es das PMI geschafft hat 11 SIGs und 6 PMI Fellows, darunter Walter Bowmann und Max Wideman, gegen sich aufzubringen. Diese schickten 2008 einen offenen Brief an das Board of Directors des PMI, dem einige Tage später auch ein Brief von Philip Diab, dem Chair des BOD, folgte. Diese Schreiben und einiges Material darum herum, wurde 2008 auf einer Webseite PMI Pro-Democracy Movement gesammelt.

Was lehrt uns dies?


Selbst beim größten PM-Fachverband der Welt ist Projektmanagement manchmal ein Fremdwort, denn sonst wären die Einstellungen der SIGs in einer Stakeholderanalyse erkannt und die Kritiker an Bord geholt worden. Heute migrieren die SIGs tatsächlich in das neue Modell der Virtual Communities of Practice, auch wenn es weiterhin „Abweichler“ zu geben scheint.

Auf der einen Seite frage ich mich, ob unterm Strich wirklich ein Mehrwert für die Mitglieder geschaffen wird, oder die eigentlichen Gründe für die VCPs nicht auf den Tisch gelegt wurden…zumindest die Demokratie-Webseite wurde nach der Briefwechsel Anfang 2008 nicht mehr weitergeführt. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, was als nächstes vom PMI zwangszentralisiert wird.

Wie auch immer, denken Sie an die Stakeholderanalyse in Ihren Projekten!

2 Antworten zu Demokratie im PMI oder fehlgeschlagenes Stakeholdermanagement?

  1. […] schafft gerade Wert damit? Lassen Sie uns Wert schaffen zum von Tural eben vorgeschlagenen Thema Stakeholdermanagement. Auch wenn die Wikipedia-Beschreibung von Crowdsourcing eher negativ konnotiert ist, möchte ich […]

  2. Tural sagt:

    Hallo

    Die theoretisch fundierte Stakeholderanalyse ist schon zu Beginn der Projekte (im PMBOK ist wohl daher ganz am Anfang in der Initiierungsprozessgruppe) eine halbe Miete für den Erfolg. Ihrem letzten Satz kann ich nur zustimmen. Dabei nicht vergessen: Es gibt Stakeholder, die sich managen lassen und Stakeholder, die sich nicht managen lassen. Die zweite Gruppe ist mit dem Projekt strukturell gekoppelt.
    Anregung: Ich würde mich freuen, wenn Sie das Thema zu einem Schwerpunkt in Ihrem Blog machen könnten.
    Vorweihnachtliche Grüße
    Tural

%d Bloggern gefällt das: