Soft Skill: Interkulturelle Kompetenz

Soft Skills (Icon, Weiser)Mehr und mehr Projekte meiner Kollegen finden im Ausland statt. Trotz oder vielleicht gerade wegen der etwas angespannten Wirtschaftslage. Dabei führt der Weg nicht nur in die Nachbarländer in Europa sondern mittlerweile recht häufig in russische, arabische oder auch asiatische Regionen.

Das man, ohne gewisse Grundkenntnisse der Mentalität der Menschen für die oder mit denen man dort im Projekteinsatz arbeitet, schnell in Konfliktsituation geraten kann, bis hin zum Rauswurf aufgrund kulturbedinger Mißverständnisse ist allgemein bekannt. Wie kann es besser laufen?

Kenntnis über die Kultur

Die Seite www.softskills.com beschreibt intra- und interkulturelle Kompetenz als Soft Skill, der die Bereitschaft und Fähigkeit umfasst, angemessen im eigenen und in fremden kulturellen Kontexten zu agieren. Dazu gehören:

  1. Kenntnis und Einhaltung von Verhaltensregeln, die innerhalb der jeweiligen Kultur sozial bewährt sind und daher als richtig, wichtig und gut angesehen und erwartet werden.
  2. Konstruktives und kooperatives Verhalten
  3. Toleranz und Verständnis für andere Denkweisen und Verhaltensweisen und damit auch Weltbilder.

Gute Vorbereitung ist alles

Die Kenntnis kultureller Eigenheiten und Weltbilder sollte dabei schone ein wenig tiefer gehen, als über das Allgemeinwissen hinaus. Landeskunde ist dabei ebenso wichtig wie Wissen über die Business Etikette. Je mehr man sich mit den Gegebenheiten des Landes vertraut macht, umso eher ist man in der Lage, ein adäquates Verhalten an den Tag zu legen, ohne sich anpassen zu müssen.

Will man sich richtig vorbereiten, kommt man um den Besuch entsprechender Seminare nicht herum. Wichtig ist dabei vor allem, dass Wissen nicht nur passiv vermittelt wird, sondern Techniken wie Rollenspiele, Simulationen, Gruppenarbeiten und Diskussionen eingesetzt werden, so dass sich bereits an dieser Stelle Erfahrungen aufbauen lassen.

Doch damit nicht genug

Das initale Training kann jedoch lediglich einen Grundstein legen. Optimalerweise gibt es nach 2-3 Monaten ein Follow Up Seminar, in dem Erlebtes und Erfahrenes reflektiert, diskutiert und analysiert werden. Erst so beginnt man verschiedene kulturelle Aspekte tiefergehend zu verstehen und wird in die Lage versetzt eigenes Verhalten zu verbessern.

Mehr dazu kann man im BildungsBlog in der Rubrik Rubrik Interkulturelles Training nachlesen.

Eine Antwort zu Soft Skill: Interkulturelle Kompetenz

  1. Tural sagt:

    Der niederländische Professor Fons Trompenaars definierte vier Schritte zur Entwicklung von cross-kultureller Kompetenz, um globale Geschäftschancen in Gebrauch zu nehmen:
    ■ Recognize cultural differences
    ■ Respect other cultures and values
    ■ Reconcile differences rooted in cultural diversity
    ■ Realize business opportunities

    (Zertifizierte PMPs lernen ja bekanntlich Fons Trompenaars spätestens bei der Prüfungsvorbereitung kennen.)
    In diesem unseren Lande mit offenen Augen und Ohren durch die Strassen zu laufen, bietet die beste Praxis zur Erlangung der interkulturellen Kompetenz an.

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