Wie priorisiere ich Risiken?

Praxis (Icon)In den vergangenen Tagen hatte ich bereits eine Vorlage für ein Risikoregister und ein Rezept zur Klassifizierung von Risiken und Chancen gepostet. Heute nun zum Abschluss die Frage: wie priorisiere ich denn nun die vorhandenen Risiken und Chancen?

Dazu noch einmal die Priorisierungsmatrix aus dem Risikoregister:

Risikoprioritäten


Die stochastische Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Klassifizierung der Auswirkung in gering bis fatal war Thema des letzten Postings. Wie ordnet man nun die Farben zu und was hat dies für Auswirkungen?

Die Verwendung von Ampelfarben an sich ist sinnvoll, da ein bekanntes Schema. Bei der Zuordnung kann man sich entweder mathematisch fundiert an Cox’s Risk Matrix Theorem orientieren oder einen pragmatischen Weg gehen. Ich bevorzuge den pragmatischen Weg, da es in den seltensten Fällen möglich ist, die theoretischen Grundlagen erfolgreich zu vermitteln.

Mein empfohlene „Übersetzung“ der Ampelfarben gliedert sich wie folgt:

  1. rot: muss sofort bearbeitet werden (= umgehende Eskalation)
  2. gelb: wird im Rahmen des etablierten Turnus bearbeitet und weitergetrieben
  3. grün: wird beobachtet

Durch die Auswahl und Gewichtung der Klassifizierungskriterien und die Auswahl der Farbe pro „Kästchen“ der Matrix, muss sichergestellt werden, das adäquat gehandelt wird. D.h. aufgrund des Klassifikationsschemas muss man sich vergegenwärtigen, ob man hinsichtlich Risiko oder Chance sofort handeln, im normalen Rahmen handeln, oder nur beobachten muss. Diese Festlegung muss organisationsspezifisch getroffen werden.

Zugegebenermaßen kann man das Thema beliebig kompliziert betrachten. Der hier beschriebene Weg hat den Vorteil, dass er gut kommunizierbar ist und eine gute Grundlage für Risikomanagement darstellt.

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