Der Fisch stinkt vom Kopfe her – Stakeholder im Top-Management coachen

Meinung (Icon)Peter Addor hat sich in seinem Blog Komplexitätsmanagement Anfang das Monats engagiert zu den Themen Top-Management und Chaos-Report der Standish Group geäußert. Wie jedes Jahr attestiert der Chaos-Report, wie schlecht Projekte laufen. Allerdings sehen die befragten Top-Manager der Studie Top-Management misst Projektmanagement hohe Bedeutung zu des Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship dies sehr viel positiver.

Letztlich läuft die Argumentation auf einen wesentlichen Erfolgsfaktor für Projekte hinaus. Projekte können meist nur so erfolgreich sein, wie die Unterstützung des Auftraggebers und den Top-Level Managements ist. Sie stellt die Basis für ein erfolgreiches Projekt dar. Es wird zwar im Management als Erfolgsstrategie gesehen, sich möglichst nicht konkret festzulegen, allerdings ist dies pures Gift für Projekte. Weder klassische noch agil gemanagte Projekte können unklare Ziele erreichen oder innerhalb unpräziser Randbedingungen präzise gesteuert werden.

Deshalb plädiere ich noch einmal dafür, vor Projekten die Stakeholder, und damit auch das Top-Management, an ihre Rollen heranzuführen. Die geeignete Nutzung von Schnittstellen zwischen Projekt und Umwelt fällt nicht vom Himmel. Viele Stakeholderrollen sind von Projektmanagern in der Vergangenheit nicht ausreichend berücksichtigt worden. Nun steigt hier die Awareness, das ist gut. Umgekehrt müssen aber auch die Stakeholder auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Einen ersten gemeinsamen Aufschlag kann man hier in einem Kickoff-Meeting machen wenn ein Großteil der Stakeholder zusammenkommen. Die ersten Schritte sollten bereits während der initialen Kontaktaufnahme mit den Stakeholdern unternommen werden.

Ich bin gespannt, wann dieser Aspekt Eingang in die gängigen PM-Standards findet.

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