tit for tat – Mehr Gehalt mit positiver Reziprozität

Wissen (Icon)Über Telepolis bin ich auf eine interessante Studie aufmerksam geworden, die Aussagen zum beruflichen Umgang miteinander sowie dem Gehalt und Arbeitslosigkeit herstellt. Basierend auf aus meiner Sicht repräsentativen Daten wird festgestellt, dass das Auge-um-Auge-Prinzip (auch „tit for tat“ bzw. negative Reziprozität) im Zusammenhang steht mit niedrigeren Leistungsbemühungen und damit auch höherer Arbeitslosigkeit.

Wie funktioniert nun im Gegensatz dazu das Erfolgsprinzip?

Die Studie legt indirekt nahe, dass man auf Ungerechtigkeiten besser nicht gleichartig reagiert. Gut weg kommt man, wenn man Langmut beweist. Dieser Menschenschlag tendiert zwar zu mehr Überstunden, aber nur dann, wenn die Entlohnung stimmt. Dadurch sind sie eher empfänglich für Leistungsanreize und damit höhere Gehälter.

Ist es wirklich so einfach? Aus meiner Sicht sollte man situativ entscheiden. Jede akzeptierte Ungerechtigkeit öffnet potentiell der nächsten Ungerechtigkeit die Tür. Es gilt zu unterscheiden zwischen den Situationen, in denen man als Einzelner oder kleine Gruppe „gesondert“ behandelt wird und denen, in denen eine große Gruppe betroffen ist. Im ersten Fall ist der Einfluss auf das eigene „Standing“ zu berücksichtigen und somit rechtzeitig einzuschreiten, im zweiten Fall ist es meist sinnvoll die Situation mit ausreichendem Abstand zu bewerten und zu überlegen, ob und welche Maßnahmen ggf. angemessen sind. Grundsätzlich sollte eine positive Grundhaltung gewählt werden, um nicht in eine Negativspirale zu kommen, die letztlich zu erheblichen Nachteilen im Arbeitsleben führt. Insbesondere sollte man als Projektmanager seine Führungsprinzipien über die triviale tit-for-tat-Strategie stellen und als Vorbild fungieren.

Eine Antwort zu tit for tat – Mehr Gehalt mit positiver Reziprozität

  1. Pfeiffer sagt:

    Sehr guter Standpunkt…….kann mich dem größtenteils nur anschließen

%d Bloggern gefällt das: