Inside out: Was ist anders an PRINCE2 – Teil 3

Standardisierung (Icon)Auf in die letzte Runde der Unterschiede zwischen PRINCE2 und anderen gängigen PM-Standards. Die beiden ersten Teile dieser Inside Out-Serie finden Sie wie gewohnt unter pm-standards.de.

  1. Der PM kommt vom Kunden
    Zumindest die Standard-Vorgabe ist, dass der Projektmanager aus der Kundenorganisation kommt. Dies wird in vielen Settings nicht möglich sein, häufig kommt der PM eben aus der Lieferantenorganisation. PRINCE2 stellt allerdings klar, dass der Projektmanager zuallererst dem Kunden gegenüber loyal sein muss.

  2. Zwei Business Cases
    Im Gegensatz zu allen anderen PM-Standards gibt es in PRINCE2 immer einen Business Case für den Kunden und einen für den Lieferanten. Der des Kunden ist letztlich der Business Case für das Projekt. Ein Grund für die zwei Business Cases sind die unterschiedlichen Opportunitätskosten.

  3. Qualitätsmanagement
    Für PRINCE2 ist Qualitätsmanagement eines der zentralen Themen. Es ist inhärent durchgehend vorhanden bis zum Projektabschluss. Allerdings werden keine impliziten Eigenschaften der Qualität wie bei DIN EN ISO 9000 berücksichtigt.

  4. Der PM ist der Herr der Phase
    In PRINCE2 ist der Verantwortungsbereich des Projektmanagers tendenziell geringer. Er ist für die jeweilige Phase verantwortlich, die auch erst gegen Ende der vorausgehenden Phase detailliert geplant wird. Der Auftraggeber dagegen ist Herr des Projekts.

Damit sind wir am Ende der Liste der wichtigsten Unterschiede zwischen PRINCE2 und anderen PM-Standards angekommen. Wenn PRINCE2:2009 erscheint, werde ich mich dem Standard im Detail widmen wie bereits dem PMBOK® Guide 4th edition und DIN 69901:2009.

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