Darth Mac Chronicles #6: Der Desktop-Messie und die Mail-Fee – Teil 1

Darth Mac (Icon)Der Desktop-Messie an sich ist leider eine unter den Bewohnern dieses Planeten inzwischen weit verbreitete Spezies. Dank der recht unterentwickelten Computer geben sie sich meist durch einen Desktop voller Icons zu erkennen. Alternativ halten Sie Ausschau nach den bekannten Kandidaten mit einem riesigen Eingangs-Mailfolder, in dem sie glauben immer alle wichtigen Informationen finden zu können.

Die Desktop-Metapher ist glücklicherweise in der Galaxis nicht allzu verbreitet, insofern hier ein paar Grundlagentipps für den effizienten und effektiven Umgang mit dem Desktop und den Mails:

Der Desktop: Müllsack-Ablagesystem

  1. Ordnung?
    Wenn Sie die Gefahr lieben und gerne von den Papierstapeln rechts und links auf Ihrem Schreibtisch erschlagen werden wollen, lesen sie nicht weiter. Ansonsten gehe ich davon aus, dass Ihnen ein gewisser Ordnungssinn innewohnt und Sie Ihren Schreibtisch idealerweise relativ leer und gut sortiert halten. Apropos Schreibtisch: warum klappt das denn dann nicht auch mit dem Desktop?

  2. Was gehört auf den Desktop?
    Präzise: Nichts! Windows, MacOS X und Linux beglücken einen mit diversen relativ unvermeidbaren Symbolen zu Festplatten, Mülleimern und ähnlichen Unwichtigkeiten. Helfen Sie Ihnen bei der täglichen Arbeit? Eher selten. Und auf einem vollgemüllten Desktop finden Sie nichts wieder, da sich zum einen die Icon-Positionen gerne ändern und die Übersicht in kürzester Zeit verlorengeht. Erinnern Sie sich an den letzten Referenten, der den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht…ja, wo war die Präsentation denn noch? Peinlich! Ein Desktop hat ungefähr den Ordnungsgrad eines Müllsacks (auch diesen kann man schichten!).

  3. Ja, wo soll es denn dann hin?
    Sie haben zwei Methoden, um Ihre Daten wiederzufinden: 1. die Desktop-Suchmaschine (z.B. Spotlight auf dem Mac) und Ihre Verzeichnisse auf der Festplatte. Legen Sie Ihre Daten themenbezogen und hierarchisch in Ordnern ab. Idealerweise außerhalb der vom Betriebssystem vorgeschlagenen Ordner, denn diese werden meist durch nachinstallierte Software mit vielen unbrauchbaren Verzeichnissen zugemüllt. Auf oberster Eben können Sie Verzeichnisse wie Texte, Medien etc. anlegen. Unter Medien z.B. Verzeichnisse wie Fotos, Filme etc. Es kommt Ihre Art zu denken an und wie Sie nach Daten fragen, an. Legen Sie die Ordner so an, wie Sie Ihre Daten suchen.

  4. Ja und der Desktop?
    Wenn Sie nicht gerade alle Fenster als Vollbild skalieren, werden die Dateien auf dem Desktop ablenkend wirken. Es gibt aber eine Sorte Dateien, die ablenken sollten. Legen Sie Ihre Downloads auf dem Desktop ab und nehmen Sie sich jeden Abend vor, diese entweder zu löschen oder wegzusortieren. D.h. abends erst den Rechner abschalten, wenn der Schreibtisch und der Desktop aufgeräumt sind.

  5. Versionierung
    Und wo wir schon dabei sind: Alle Dateien sollten versioniert werden. Da die gängigen Betriebssysteme dies noch nicht unterstützen, folgen Sie Ihrer eigenen Systematik. Wenn Zeitpunkte wichtiger als Themen sind, wählen Sie eine Struktur wie <JJJJMMTT><Thema>, ansonsten umgekehrt. So können Sie Dateiversionen unterscheiden. Wenn Sie überhand nehmen, legen Sie ein Verzeichnis wie Archiv an und verschieben Sie die alten Versionen dorthinein zum späteren Löschen.

  6. Was haben wir gewonnen?
    Die Unsicherheit darüber, wo die Dateien nun hin sollen und ob man sie nicht vielleicht doch nochmal schnell braucht, soll einer klaren Verzeichnisstruktur weichen. Dort liegen nur die eigenen Daten, keine von irgendwelcher Software erzeugten Verzeichnise, die man eigentlich gar nicht will. Der Schreibtisch ist aufgeräumt und lenkt nicht ab, bestenfalls liegen dort Downloads, die man entweder aufräumt oder wegwirft.

Morgen geht es weiter mit dem Thema Mail.

One Response to Darth Mac Chronicles #6: Der Desktop-Messie und die Mail-Fee – Teil 1

  1. Wie gut, dass ich keine Hasenohren habe. Sonst hätte ich jetzt einen Knoten drin! Glücklicherweise ist mein Desktop leer. Na gut, bis auf viel zuviele offene Fenster, aber das ist ein anderes Problem.

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