10 Schritte zur konstruktiven Konfliktlösung – Teil 2

Soft Skills (Icon, Weiser)In dem ersten Teil des Postings zum Thema konstruktive Konfliktlösung vom Freitag habe ich die ersten vier Schritte zur erfolgreichen konstruktiven Konfliktlösung vorgestellt. In diesen vier Schritten geht es zunächst einmal darum die Chancen zu erkennnen, die ein Konflikt bietet, die eigenen Emotionen in Griff zu bekommen und dem Gegenüber sachlich und mit Respekt und Verständnis zu begegnen. Auf Basis dieser grundlegenden konstruktiven Atmosphäre kann man nun zum eigentlichen Gespräch übergeben. Doch zuvor sollte ein solch entscheidendes Gespräch richtig vorbereitet werden.

5. Die richtige Situation wählen

Das Gespräch zur Konfliktlösung sollte geplant werden und nicht „mal eben so zwischendurch“ stattfinden. Ein günstiger Ort sollte ausgewählt werden. Hier empfiehlt es sich auch darüber nachzudenken, ob das Gespräch auch ausserhalb der üblichen Arbeitsräume stattfinden kann um durch eine andere, neutrale Umgebung eine unbelastete, angenehme Atmosphäre zu schaffen. Auf jeden Fall sollte genügend Zeit zur Verfügung stehen, nichts ist ungünstiger als wenn einer der Gesprächspartner unter Zeitdruck steht und aus diesem Grund eine bestimmte Lösung vehement vertritt und nicht bereit ist, über weitere Alternativen nachzudenken.

Auch die Entscheidung, ob eine dritte Person hinzugezogen werden sollte, muss im Vorfeld getroffen. werden. Die Unterstützung durch Dritte ist vor allem dann zu empfehlen, wenn sich eine Seite hoffnungslos unterlegen fühlt, nicht weiß, wie sie den Konflikt anpacken soll, oder von sehr starken Gefühlen beherrscht wird.

6. Eine klare Sprache sprechen

Im Gespräch sollte man nach Möglichkeit die kritischen Punkte klar zur Sprache bringen. Es sollten keine diffusen Vermutungen geäußert werden, sondern beobachtbare Ereignisse und nachprüfbare Fakten in die Argumentation eingebaut werden. Dabei sollten auch klar die Vorteile eines kooperativen und die Nachteile eines konkurrierenden Konfliktaustrags angesprochen werden. Da wichtigste dabei ist, rein sachlich zu argumentieren und zumindest die eigenen Gefühle dabei unter Kontrolle zu haben. Es geht nicht um einen persönlichen Sieg sondern um eine Lösung, die für alle Beteiligten und das Projekt am sinnvollsten ist.

7. Gemeinsame Bewertungsregeln aufstellen

Die verschiedenen Lösungsalternativen, die entwickelt werden, sollten nach einem einheitlichen, vorher festgelegten Maßstab bewertet werden können. Diesem Maßstab sollten zuvor alle Beteiligten zugestimmt haben. Nur so lässt sich sicherstellen, dass am Ende auch alle die gemeinsame Lösung tragen. Es macht also Sinn in einem Vorgespräch die Entscheidungskriterien gemeinsam festzulegen. Am einfachsten ist dies wenn alle Beteiligten sich zuvor über das zu erreichende gemeinsame Ziel einigen. Das Ziel ist dabei nicht „den Konflikt beizulegen“, sondern muss ein klar definiertes Ziel für das Projekt bzw. das Unternehmen sein, z.B. „das Projekt mit möglichst geringer Verzögerung erfolgreich abschließen“.

Den dritten und letzten Teil zum Thema konstruktive Konfliktlösung – dem eigentlichen Gespräch und der Lösungsfindung –  gibt es morgen.

One Response to 10 Schritte zur konstruktiven Konfliktlösung – Teil 2

  1. David sagt:

    Ausgezeichneter Beitrag! Ziemlich nützliche Tipps finde ich hier! Beseten Dank, ich hoffe mehr Menschen lesen das, Gruß!

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