Darth Mac Chronicles #4: 8 Effizienz-Tipps für MeetingTEILNEHMER

Praxis (Icon)Üblicherweise gibt es ja nur Tipps für Meeting-Organisatoren. In der Computerwoche gab es jetzt endlich mal die ungeschminkte Liste für Meetingteilnehmer. Zugegebenermaßen schätze ich sie, trotz mancher Mängel im Bereich Wertschätzung:

  1. Meetings absagen
    Entscheiden Sie, zu welchen Meetings Sie wirklich hinmüssen. Alle anderen sollten Sie absagen.

  2. Nur solange bleiben, wie es interessant ist
    Früher zu gehen, ist nach Ansicht der Computerwoche nicht unhöflich, sondern effizient. Aber vielleicht bin ich für den Tipp auch zu konservativ.

  3. Keine Meetings ohne Agenda besuchen
    Gehen Sie nicht zu Meetings ohne Agenda, die Effizienz dort dürfte nicht besonders hoch sein. Mein Tipp: fordern Sie die Agenda im Vorfeld ein, um nicht zu unhöflich zu erscheinen bei einer Absage.

  4. Keine Meetings ohne Moderator besuchen
    Ohne Moderator bleibt meist die Effizienz auf der Strecke, also streichen.

  5. Denken Sie an die Zielgruppe
    Wählen Sie Ihre Sprache angemessen, denn Fachbegriffe werden nicht überall verstanden. Ich selbst habe vor ein paar Tagen als Projektmanager einen Vortrag einer Soziologin gehört und weiss bis heute immer noch nicht, was sie eigentlich sagen wollte.

  6. Beispiele
    Ohne Beispiele ist viel Fantasie beim Zuhörer gefordert. Und ob er dann das Gleiche denkt wie Sie meinen, kann man getrost bezweifeln. Also lassen Sie durch Beispiele erst gar keine Ambiguität entstehen.

  7. Delegieren
    Schicken Sie auch mal Ihre Mitarbeiter zu Meetings, denn nicht überall müssen Sie selbst teilnehmen, insbesondere wenn es Informations- und keine Entscheidungsmeetings sind.

  8. An die Mitarbeiter denken
    Diese Liste darf nicht dazu verführen, Meetings mit Mitarbeitern zu kurz kommen zu lassen. Solche Meetings abzusagen, zeugt häufig von mangelnder Wertschätzung.

Und nun üben Sie das „Nein“-Sagen, viel Erfolg!

2 Antworten zu Darth Mac Chronicles #4: 8 Effizienz-Tipps für MeetingTEILNEHMER

  1. Danny sagt:

    Viele der Punkte sind wirklich sinnvoll. Allerdings sehe ich die ersten beiden als besonders kritisch an. Denn häufig hat man nicht die freie Entscheidung zu welchem Meeting man geht. Das Management erwartet die Teilnahme an den Meetings oder „Vorladungen“.

    Sollte man sich dennoch an der ersten Regel orientieren, ist man nur in den Sitzungen, die wirklich wichtig sind. Diese sollte man allerdings bis auch bis zum Ende „durchziehen“, da man sich ja bereits im Vorhinein Gedanken dazu gemacht hat. Sicherlich gibt es auch Meetings, die nur in den ersten fünf Minuten interessant sind, allerdings wäre ich enttäuscht, wenn die Leute reihenweise aus dem Meeting rennen, wenn ich gerade etwas präsentiere… Aber vielleicht bin auch ich altmodisch.

    • Darth Mac hat schon recht, aber die Form zu wahren ist wichtig. So gerade noch akzeptabel fand ich zu Anfang des Meetings Rückfragen darüber, wie lange die Anwesenheit erforderlich ist. Vor versammelter Mannschaft macht das keinen guten Eindruck, allerdings kann man den Moderator auch vorher darum fragen und quasi „anbieten“ sich „Zeit zu nehmen“, wenn er die Agenda entsprecht strukturiert. Eine wesentliche Frage ist die Firmenkultur und Projektkultur. Man sollte sich seinen Ruf nicht ruinieren, indem man die Tipps ungeeignet anwendet. In der Rohform sind sie aber guter „Input“.

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