Studie: 92% Lügen in E-Mails erreicht

In einer amerikanischen Studie wurden lt. Heise Newsticker 48 Wirtschaftsstudenten je $89 übergeben mit der Aufgabe, diese mit einer unbekannten Person zu teilen. Letztere wusste nur, dass es um $5 bis $100 geht. Bei E-Mail-Kommunikation logen 92% der Wirtschaftsstudenten über die Höhe des Gesamtbetrages, bei Schriftkommunikation immerhin noch 64%. In den E-Mails wurde dazu noch erheblich stärker versucht den Eindruck von Großzügigkeit zu erzeugen. Belastbare Erklärungen für das Verhalten wurden bisher nicht gefunden.

Was bedeutet dies nun für Projektmanager?

Die geringere Verlässlichkeit von E-Mails gegenüber Papier ist sicher allen Projektmanagern schon begegnet. Ich selbst vermute, dass die Anonymität des Internets und die leichte Möglichkeit E-Mails zu fälschen und zu löschen, dazu beiträgt. Weiterhin fehlen in beiden Fällen die nonverbalen Komponenten der Kommunikation.

Wie agiert man nun als Projektmanager?

Bei einer überschaubaren Anzahl von Kommunikationspartnern bietet sich Management by Walking around an, d.h. man gewinnt die nonverbale Kommunikation zurück und zeigt persönliches Engagement. In einem Telefonat hilft zumindest die Stimme des Gesprächspartners bei der Bewertung der Informationen. Letztendlich sollte man immer ergänzende Informationen einholen, wenn Aussagen in E-Mails fragwürdig erscheinen vor dem Hintergrund, dass eben in E-Mails einfacher gelogen wird.

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