Als Betroffener einer Sharepoint-Einführung merke ich gerade, wie sehr mit ein Enterprise Wiki im aktuellen Umfeld fehlt. Es zwar schön, dass Sharepoint eine Datenbank-Anbindung hat und gut mit Office integriert ist, aber letztlich erscheint mir das Leben damit reichlich kompliziert. Deshalb hat mich der Bericht der T-Systems MMS über ein Jahr Confluence besonders gefreut. Hier die wichtigsten Punkte:
1 Jahr Enterprise Wiki – Erfahrungsbericht der T-Systems MMS
26.10.2009Das Blog als Buch oder das Buch im Blog: das neue PM-Buch des projekt (B)LOG
21.09.2009
Das projekt (B)LOG schreibt ein Buch (Cleo Becker und Eberhard Huber). Es wird um den Faktor Mensch im Projektmanagement gehen. Auf der einen Seite wird das Potential der Menschen in Projekten häufig nicht wirklich genutzt, auf der anderen Seite ist der Mensch im Projekt auch immer wieder Risiko. Das Buch soll unter der Creative Commons-Lizenz erscheinen und wird zum großen Teil im Blog der Kollegen entwickelt werden.
Den Rest des Beitrags lesen »
Das Internet-Manifest der Blogger für den neuen Journalismus
08.09.2009
Führende Blogger wie Markus Beckedahl (Netzpolitik.org), Johnny Haeusler (Spreeblick), Thomas Knüwer (Handelsblatt) und Stefan Niggemeier (Bildblog) haben ein Internet-Manifest mit 17 Thesen über Journalismus, wie er heute funktioniert, veröffentlicht.
- Die Journalisten und Verlage müssen sich der neuen technologischen Realität anpassen, nicht umgekehrt.
- Die journalistische Qualität erhält Vorrang vor den an hohe Investitionen geknüpften Veröffentlichungen.
- Die Freiheit des Internet ist unantastbar, Zugangssperren u.ä. zum Schutz wirtschaftlicher und politischer Einzelinteressen sind fehl am Platz.
- Vernetzung von Inhalten ohne Entlohnung des Autors ist schützenswert und ermöglicht überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses.
- Das Internet hebt die Grenzen zwischen Amateuren und Profis auf. Es zählt die Qualität und nicht die Entlohnung.
- Das Netz vergisst nicht, deshalb muss der Journalismus die Entwicklung von Information, ihre Interpretation und Irrtümer berücksichtigen und demnach Fehler zugeben und korrigieren.
Ressourcen verschwendet oder sinnvoller eingesetzt? XP bei Microsoft
14.07.2009
Danny Quick hat in seinem Blog vor einigen Tagen zu einem Spiegel-Artikel über Extreme Programming (XP) bei Microsoft für Windows 7 geschrieben. Für mich besonders spannend, da ich mich vor vielen Jahren intensiv mit XP beschäftigt und das andere XP (Windows) vor zwei Jahren vollständig aus meiner eigenen IT-Welt verbannt habe. Wie SCRUM ist auch Extreme Programming eine agile Entwicklungsmethode, eben nur einige Jahre älter und mit einigen anderen Grundprinzipien.
Nutzen-/Wertbetrachtung als Erbe des Magischen Dreiecks?
13.05.2009
Michel Thiry, PMP und PMI Fellow, hat gestern ein Posting über die Bewertung von Projekten über Nutzen/Wert anstatt über das Triple Constraint veröffentlicht. Interessanterweise geht er beim Magischen Dreieck (Triple Constraint) eher von der Qualität als dem Umfang an einer der Seiten aus. Meine persönliche Meinung zum Thema magische Vielecke habe ich schon im Dezember letzten Jahres gepostet, diesmal geht es um die Frage wie zukünftige Konzepte ausgehen könnten.
Den Rest des Beitrags lesen »
Welche Unternehmen sind reif für Agile Methoden?
30.04.2009
Lynda Bourne beantwortet diese Kernfrage in einem der Blogs des PMI. Vor allem viele deutsche Unternehmen setzen noch auf einen command-and-control-Managementstil. Für IT-Projekte schlägt sich dies im Wasserfall-Modell wieder, welches im Rahmen des Triple Constraints (Scope, Zeit Budget) versucht auf Basis aller Anforderungen ein Projekt komplett planbar zu machen. Wer glaubt, dass dieser Stil den maximalen ROI bei IT-Projekten liefert, möge bitte jetzt dieses Posting kommentieren und danach in Deckung gehen.
Den Rest des Beitrags lesen »
Powerpoint war gestern, Präsentieren mit Prezi könnte die Zukunft sein
24.04.2009
Gerade eben hatte ich ein wunderbares Aha-Erlebnis hinsichtlich Präsentationen. Sie kennen das Gefühl wenn man denkt so hätte das schon immer sein sollen. Golem.de hat eben einen Artikel über prezi.com veröffentlicht. Eine Seite, auf der man Präsentationen online zusammenstellen kann, die aus meiner Sicht deutlich überzeugender wirkt als Powerpoint und Konsorten. Ich kann das Golem-Video empfehlen um einen ersten Eindruck zu bekommen:
Den Rest des Beitrags lesen »
Was bringt Codebeamer für Projekte und wie installiert man es auf einem Mac?
21.04.2009
Seit einiger Zeit habe ich firmenintern den Enterprise Wiki Confluence in einer kostenlosen Version verwendet. Aufgrund erweiterter Anforderungen bin ich heute auf Codebeamer, eine kollaborative Entwicklungsplattform gewechselt, die es ebenfalls in einer kostenlosen Version gibt. Gegenüber einem reinen Wiki bringt Codebeamer ein paar Module mehr mit:
- Wiki
- Tracker (Verallgemeinerung von Bugtrackern)
- Dokumentenmanagement
- Sourcecode und Build Management
- Configuration Management
- Foren
- Chat
- Reporting
Für Projekte, die Enterprise 2.0-affin sind, bringt die Integration der Module erhebliche Vorteile gegenüber Einzellösungen mit sich. Insbesondere können alle Informationen vernetzt werden, ergänzt durch Integrationen mit diversen anderen Plattformen und Tools.
Installation auf dem Mac
Qualitätssicherung in Enterprise Wikis – Denkfehler?
16.04.2009
Danny Quick hat gerade in einem Posting die Qualitätssicherung in Wikis diskutiert. Er schlägt dazu drei Punkte vor:
- Strukturiertes Vorgehen,
- Einsatz von Hilfsmitteln/Werkzeugen und
- Ausbildung
Der vorgeschlagene „Wiki Gärtner“ wird meist als Champion bezeichnet. Er ist ein sehr erfahrener Wiki-Nutzer und quasi der gute Geist des Wikis. Allerdings ist er kein klassischer Qualitätssicherer. Da in einem funktionierenden Wiki jeder editieren darf, werden Qualitätsmängel typischerweise durch die ca. 10% schreibenden Nutzer beseitigt.
Den Rest des Beitrags lesen »Korrelation von Innovation und PM
16.04.2009
In der aktuellen Ausgabe von PM World Today (Link ab jetzt auch in der Seitenleiste) schreiben Dr. Donncha Kavanagh, Dozent am University College Cork und Ed Naughton, ehemaliger VP der IPMA und Gründer sowie Director General des Institute of Project Management of Ireland über die Korrelation von Innovation und dem Stand des Projektmanagements auf der Ebene von Nationen. Sie nutzen die European Innovation Scorecard der EU sowie eine gewichtete Projektmanagement-Zertifizierungen (IPMA Level A=4, B=3, C=2, D=1; PMP=1,5):
Der interessante Punkt ist, dass tatsächlich die Innovationskraft einer Nation und die Verbreitung von PM-Zertifikaten korrelieren. Allerdings bremst eine besonders starke Ausprägung von Projektmanagement auch wieder die Innovationskraft. In Deutschland liegen wir nach dem Diagramm derzeit sehr gut, haben allerdings nach oben auch noch einiges zu leisten hinsichtlich Innovation.
Diagramm © PMForum.org, Originally published in the PM World Today eJournal, www.pmworldtoday.net. Used with permission; All rights preserved.
PMI® und SCRUM – das PMI Agile Forum
31.03.2009
Gerade ist ein Posting im Blog des PMI®-CEO Greg Balestrero zum Thema Scrum und PMI erschienen. Er sieht auf beiden Seiten große aber unbegründete Vorbehalte, insbesondere erwähnt der PMBOK® Guide 4th edition ja bereits iterative Planung, skalierbare PSPs etc. Auf der anderen Seite sieht er die Gründe gegen Scrum im Kontrollwahn der Unternehmen.
PMI® und SCRUM – noch nicht
25.03.2009
Nachdem ich einige Mal auf agiles Projektmanagement angesprochen worden bin, hier Insights vom Scrum Gathering. Besonders Thomas Mayer hat sich in seinem Blog kritisch geäußert zur Haltung des PMI®. Zwar hat Greg Balestrero eine Keynote gehalten, allerdings vertritt er eher die klassischen PM-Ansichten und ist vorwiegend auf der politischen Bühne unterwegs.
80% des Wertes von Mindmapping entstehen durch Refactoring
16.03.2009
Im mindmapping softwareblog gab es die Tage eine spannende These: 80% des Wertes von Mindmapping entstehen durch Refactoring. Hier werden die Refactoring-Methode aus der Softwareentwicklung mit der gängigen Arbeitsweise des Umordnens von Elementen einer Mindmap in Beziehung gesetzt. Meist organisiert man Elemente zunächst in einer einfachen Liste, Mindmaps ermöglichen dagegen sowohl die übersichtlich Kategorisierung, als auch die Anordung auf einer Fläche und Ergänzung durch Dimensionen wie Farbe, Schrift etc. Was macht man nun die 80% wirklich aus?
Den Rest des Beitrags lesen »
Für Querdenker: Google verkauft Pampers und P&C blogged…oder so ähnlich
07.03.2009
Der Business Backstage Report von Förster & Kreuz ist immer wieder ein Vergnügen. Diesmal ist ihnen ein Artikel über Mitarbeitertausch von Google und Procter & Gamble in die Hände gefallen. Der Suchmaschinenprimus und das Unternehmen mit dem weltgrößten Werbebudget fangen an voneinander zu lernen. Ich finde es eine großartige Idee, wenn man nicht nur innerhalb der Konzernunternehmen Mitarbeiter tauscht, sondern auch zwischen solch unterschiedlichen Unternehmen. Warum?
Extrapolation vs. Cause & Effect: Warum die Krise in Kürze überwunden sein wird 3/3
25.02.2009
Im dritten Teil zum Vortrag von Eli Goldratt an der University of Indiana, geht es nun um seine Handlungsempfehlungen in der Wirtschaftskrise und damit auch in das Thema Portfoliomanagement hinein.
Mit einigen Beispielen lockerte er zunächst die Zuhörer auf und brachte sie zum Querdenken. Dies führte zu seiner These, dass heutzutage der wirkliche Engpass in Unternehmen die Auslastung des Managements mit Problemkommunikation ist. Dazu gehört die Kommunikation zwischen den Ebenen und die Synchronisation zwischen Funktionen. Einem CEO sagt er, dass es nicht wichtig ist, was er denkt, sondern was die Mitarbeiter denken, dass er denkt. Strategie und Taktik
Eine seiner wichtigsten Empfehlungen ist, Unternehmensstrategie und -taktik für die Kommunikation einzusetzen. Er meint die meisten Bücher darüber gelesen zu haben und kam zu der Schlussfolgerung, dass überall beim Übergang von Strategie zu Taktik ein Wunder zu geschehen scheint. Analog der Definition von Einstein von Zeit als the thing we measure by a clock definiert er Strategie als what for? und Taktik als how?. Er empfiehlt die Verwendung seiner Cause & Effect-Trees, die öffentlich verfügbar sind. Aus meiner Sicht meint er damit seine Publikationen. Abschluß
Zum Ende seines Vortrages beschwert er sich, dass Kinder vom Denken in Cause & Effect abgebracht werden. Extrapolationen wie das Berühren einer Herdplatte und das Lernen der zugehörigen Regel werden gefördert. Wenn Kinder aber nach dem warum und wieso fragen, wird ihnen häufig gesagt, dass sie das noch nicht verstehen könnten.
Dann philosophiert er noch über das Leben. Er fragte, ob wir ein einfaches Leben haben wollen. Auf die Antwort des Publikums hin empfahl er sich kräftig mit einem großen Hammer auf den Schädel zu schlagen, dann würde das Essen ans Bett gebracht. Seine Einsicht ist, dass wir ein bedeutsames Leben wollen und bereit sind, dafür zu arbeiten. Als Weg dahin sieht er die Kreativität und die Kommunikation nach Cause & Effect. Angeblich soll er gegenüber der allgemeinen Meinung auch keine Leute essen, da sie nicht schmecken. Die Fragesession habe ich mir dann nicht mehr angehört. Learnings
Eli Goldratt gehört sicher zu den prominenten Querdenkern. Dass er eine erfolgreiche langfristige Sichtweise hat, zeigt auch sein Vergütungsmodell für Consultingleistungen: Er lässt sich an erzielten Ergebnissen der Unternehmen beteiligen. Als guter Redner reißt er die Leute natürlich mit und man muss seine Aussagen noch einmal reflektieren. Auf jeden Fall sehe ich, dass die kurzsichtige Idee des shareholder value und der Blick auf die Börsen für die langfristige Unternehmensstrategie häufig zu falschen Entscheidungen führt. Bei Analysen und Portfolioentscheidungen sollte man sich mehr von langfristigen Zielen leiten lassen und mehr Verfahren, als lediglich eine Extrapolation anwenden. Und: Querdenken lohnt sich. Wenn man nur auf die Konkurrenz schielt, wird man auch nie besser werden als diese. In diesem Sinne: denken Sie quer und seien Sie erfolgreich. P.S: Hat Sie Karneval weitergebracht?
Verfasst von Andreas Heilwagen
Verfasst von Andreas Heilwagen
Verfasst von Andreas Heilwagen 


