26.06.2009
Gestern abend berichteten Andreas Häntsch (eBay) und Tobias Eikelmann (CS) von ihren Erfahrungen bei der Einführung und Integration von SAP CRM im eBay Kundenservice im Rahmen einer Veranstaltung der GPM in Berlin. Eine der größten Herausforderungen war das erfolgreiche Management der verteilten Teams in USA, Europa und Asien. Hinzu kam, dass die Teams aus mehreren Unternehmen kamen, unterschiedliche Englisch-Varianten sprachen und unterschiedlichen Kulturkreisen angehörten. Im Grunde genommen also die gängigen Probleme bei global verteilten Teams.
Die in diesem Kontext spannendsten lessons learned aus meiner Sicht waren:
- Lokale Sponsoren einbinden
- Management by travelling around
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Verfasst von Andreas Heilwagen
06.05.2009
Martin Sedlmayer, zertifizierter Projektdirektor IPMA und PMP, hat im heute erschienen Projekt Magazin mit 12 Thesen zum Projektmanagement auf Basis von 22 Kundeninterviews den Blick in die Zukunft gewagt. Hier die Thesen mit meinen Kommentaren:
- Die aktuelle Wirtschaftskrise hat kaum Einfluss auf die Disziplin Projektmanagement.
Keine Überraschung, denn eben nur die Projekte leiden unter der Krise. Hinsichtlich der Disziplin des Projektmanagements sieht Herr Sedlmayer das Portfoliomanagement im Kommen. Dem schließe ich mich an, denn die richtige Projektauswahl ist der größte Hebel zur Unterstützung des Unternehmenserfolgs. Aus meiner Sicht wird vor allem die Ausbildung von Projektmanagern an Bedeutung gewinnen, denn schlechtes Projektmanagement selbst ist der Hauptgrund für erfolglose Projekte.
- Die Bedeutung des Projektmanagements in der öffentlichen Hand und Non-Profit-Organisationen wird schnell wachsen, in Unternehmen nur sehr zaghaft.
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Verfasst von Andreas Heilwagen
08.04.2009
Sucht man im Internet nach dem Stichwort Systemische Beratung oder Systemisches Projektmanagement so bekommt man eine Vielzahl von Links angeboten zu Seminaren und Coachingangeboten. Liest man auch nur ein bisschen weiter, so stellt man fest, dass es nahezu kein einheitliches Bild gibt, was denn nun unter systemischem Projektmangement verstanden wird.
Winfried Berner schreibt dazu im Change Management Forum einen sehr deutlichen Artikel. Ich selber verwende den Begriff systemisch überhaupt nicht, weil er längst bis zur Bedeutungslosigkeit totgeritten wurde. Mittlerweile ist ja alles für systemisch: systemisches Coaching, systemisches Konfliktmanagement, systemische Beratung, und selbstverständlich auch systemisches Change Management. Nun also systemisches Projektmangement – auf systemisches Qualitätsmanagement und systemisches Reengineering darf gewartet werden.
Werfen wir noch einen zweiten Blick darauf…
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Verfasst von Sandra Mian
25.02.2009
Im dritten Teil zum Vortrag von Eli Goldratt an der University of Indiana, geht es nun um seine Handlungsempfehlungen in der Wirtschaftskrise und damit auch in das Thema Portfoliomanagement hinein.
Der Engpass heutigen Managements
Mit einigen Beispielen lockerte er zunächst die Zuhörer auf und brachte sie zum Querdenken. Dies führte zu seiner These, dass heutzutage der wirkliche Engpass in Unternehmen die Auslastung des Managements mit Problemkommunikation ist. Dazu gehört die Kommunikation zwischen den Ebenen und die Synchronisation zwischen Funktionen. Einem CEO sagt er, dass es nicht wichtig ist, was er denkt, sondern was die Mitarbeiter denken, dass er denkt.
Strategie und Taktik
Eine seiner wichtigsten Empfehlungen ist, Unternehmensstrategie und -taktik für die Kommunikation einzusetzen. Er meint die meisten Bücher darüber gelesen zu haben und kam zu der Schlussfolgerung, dass überall beim Übergang von Strategie zu Taktik ein Wunder zu geschehen scheint. Analog der Definition von Einstein von Zeit als
the thing we measure by a clock definiert er Strategie als
what for? und Taktik als
how?. Er empfiehlt die Verwendung seiner Cause & Effect-Trees, die öffentlich verfügbar sind. Aus meiner Sicht meint er damit seine Publikationen.
Abschluß
Zum Ende seines Vortrages beschwert er sich, dass Kinder vom Denken in Cause & Effect abgebracht werden. Extrapolationen wie das Berühren einer Herdplatte und das Lernen der zugehörigen Regel werden gefördert. Wenn Kinder aber nach dem warum und wieso fragen, wird ihnen häufig gesagt, dass sie das noch nicht verstehen könnten.
Dann philosophiert er noch über das Leben. Er fragte, ob wir ein einfaches Leben haben wollen. Auf die Antwort des Publikums hin empfahl er sich kräftig mit einem großen Hammer auf den Schädel zu schlagen, dann würde das Essen ans Bett gebracht. Seine Einsicht ist, dass wir ein bedeutsames Leben wollen und bereit sind, dafür zu arbeiten. Als Weg dahin sieht er die Kreativität und die Kommunikation nach Cause & Effect.
Angeblich soll er gegenüber der allgemeinen Meinung auch keine Leute essen, da sie nicht schmecken. Die Fragesession habe ich mir dann nicht mehr angehört.
Learnings
Eli Goldratt gehört sicher zu den prominenten Querdenkern. Dass er eine erfolgreiche langfristige Sichtweise hat, zeigt auch sein Vergütungsmodell für Consultingleistungen: Er lässt sich an erzielten Ergebnissen der Unternehmen beteiligen. Als guter Redner reißt er die Leute natürlich mit und man muss seine Aussagen noch einmal reflektieren.
Auf jeden Fall sehe ich, dass die kurzsichtige Idee des shareholder value und der Blick auf die Börsen für die langfristige Unternehmensstrategie häufig zu falschen Entscheidungen führt. Bei Analysen und Portfolioentscheidungen sollte man sich mehr von langfristigen Zielen leiten lassen und mehr Verfahren, als lediglich eine Extrapolation anwenden. Und: Querdenken lohnt sich. Wenn man nur auf die Konkurrenz schielt, wird man auch nie besser werden als diese.
In diesem Sinne: denken Sie quer und seien Sie erfolgreich.
P.S: Hat Sie Karneval weitergebracht?
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Verfasst von Andreas Heilwagen
24.02.2009
Nach dem gestrigen Artikel geht es nun weiter mit der Antwort von Eli Goldratt auf die Frage, wie lange der Weg aus der Weltwirtschaftskrise dauert.
Was kann jetzt erreicht werden?
Auf der einen Seite hat das bereits genannte Konkurrenzunternehmen sich ein großes Problem mit der Entlassung von 25.000 Mitarbeitern auf die Schultern geladen. In 3-4 Monaten können sie weder die erfahrenen Mitarbeiter wieder einstellen, noch können sie kurzfristig Ersatz schaffen, da neue Mitarbeiter erst wieder trainiert werden müssen. Letztlich werden die Auswirkungen die Kunden treffen und dementsprechende Probleme auslösen.
Umgekehrt ist aus Eli Goldratts Sicht 2009 das beste Jahr, um das eigene Unternehmen voranzubringen…einfach weil man gegen „blinde Kätzchen“ konkurriert. Statistisch befindet sich die Weltwirtschaft im größten Boom, den es jemals gegeben hat, nur redet niemand darüber.
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Verfasst von Andreas Heilwagen
23.02.2009
Nachdem Genuss von 2 Stunden Eli Goldratt zum Thema Wirtschaftskrise kann man eigentlich wieder nur zu dem Schluss kommen, das die aktuelle Presse zum Thema Krise wenig taugt. Am 17.02.2009 hat er einen interessanten Vortrag an der University of Indiana gehalten und sich dort aus seiner Sicht des Grundproblems der aktuellen Krise angenommen.
Als Kontrapunkt zu Karneval jetzt also eine mehrteilige Zusammenfassung seiner Herleitung der aktuellen Krise und seinen Handlungsempfehlungen und damit einem Einstieg ins Portfoliomanagement.
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Verfasst von Andreas Heilwagen
18.02.2009
Um 1900 herum wurden die ersten Ansätze für Führungstheorien entwickelt, inzwischen gibt es eine große Zahl, unter anderem das Reifegradmodell von Hersey und Blanchard. Die Grundannahme dieses Modells ist, dass jeder Mitarbeiter nach seinem Reifegrad geführt werden muss, um seine Potentiale im Unternehmen einzubringen. D.h. der Manager passt seinen Stil im Rahmen der Grenzen seiner eigenen Persönlichkeit dem Bedarf des Mitarbeiters an. Der Reifegrad des Mitarbeiters wird bestimmt durch
- Kompetenz
setzt sich aus Kenntnissen und Fertigkeiten zusammen, die aufgrund von Ausbildung, Übung und Erfahrung erworben werden.
- Engagement
ist die Kombination aus Selbstvertrauen und Motivation, wobei sich Motivation aus Interesse und Begeisterung für die gestellten Aufgaben ergibt.
Bei der Analyse des Reifegrades eines Mitarbeiters ist zu berücksichtigen, dass er sich mit der Zeit verändert und der Entwicklungsstand bei verschiedenen Aufgaben unterschiedlich sein kann.
Es werden vier Reifegradstufen der Mitarbeiter unterschieden:
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Verfasst von Andreas Heilwagen